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Masoud Sadedin

 

  

 

 

Geboren am 10.05.1956 in Semnan / Iran.

1980 Diplom für „Bildende Künste“ an der Universität Teheran. 1986 Emigration in die BRD, seitdem Arbeit und Leben als freischaffender Künstler u. Dozent in Troisdorf, Mitglied beim BBK Bonn und beim Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis. Zahlreiche Gruppenausstellungen z.B. in Teheran (75-86), Köln (88), Düsseldorf – Große Kunstausstellung NRW (93/94; 07), Kopenhagen (2000), Künstlerforum der Stadt Bonn (02), Museum Stadt Troisdorf (03; 07), Museum Neuwied (2004), Künstlerforum Bonn (04), Hommage à Lucas Cranach, Wittenberg (03).  

 

Einzelausstellungen, u.a.: Teheran (78-86; 07/08), Uni der Stadt Tours (86), Brotfabrik Bonn (90), Mus. Troisdorf (99), Inst. f. Kunstgeschichte Uni Bonn (01), Mus. Siegburg (06), Mus. Troisdorf (06).Veröffentlichung des Buches „Erinnerungen sind Querformat“ (06; Goethe & Hafis Verlag, Bonn)

 

Atelier: Kunsthaus Troisdorf, Mülheimer Str. 23, 53840 Troisdorf

 

"Sobald ein Bild gemalt ist, existiert nur das Bild und nicht, was dahinter steckt."

 

Ich versuche, mit einem repetitiven Verfahren die Arbeitsstunden in meinem Atelier auf der Leinwand so zu dokumentieren, dass von jedem Tag oder jeder Phase etwas im Endergebnis zu sehen ist. Das Bild zeigt einmal sich selbst als Bild (Endergebnis) und gleichzeitig eine Dokumentation über den Entstehungsprozess, so als ob die Malerei sich selbst dokumentiert.

Ich relativiere also als Maler meine Subjektrolle, und das Bild - das Malen als ein Prozess - ist kein passives Objekt mehr. Ich bin der Meinung, dass das Idealisieren einer Idee oder eines Konzeptes (genauso wie das dogmatische Verhalten vieler Konzept- oder Minimalkünstler) nicht mehr unseren aktuellen Bedürfnissen entspricht, und das Verhältnis "Subjekt - Objekt" nicht mehr auf unsere Fragen eingehen kann.

  

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Man muss nämlich Kunst und Künstler als zwei Komponente eines Prozesses verstehen, die sich gegenseitig konstruieren und dekonstruieren. 

  

"Mit der Kunst probiert man aus, wie weit man noch gehen kann", bedeutet wohl, dass man sich mit der Geschichte, mit Situationen und Zuständen, in denen man lebt, und letztlich mit seiner eigenen Biografie auseinandersetzt.

Meine künstlerische Entwickung ist unter anderem von der westlichen Kunst, insbesondere der Modernen und Postmodernen geprägt. Andererseits habe ich mich mit altpersischer Kunst und der persischen Miniatur intensiv beschäftigt. Ich habe mich bemüht, den Grund der persischen Kunst zu verstehen und versucht zu ergründen, inwieweit dieser Geist in meinem künstlerischen Verständnis wirkt.

Auffallend an der persischen Kunst ist ihre durchdachte Ästhetik, die es mit ihrer gewissen Zurückhaltung dem Betrachter ermöglicht, sich langsam dem Bild zu nähern und es für sich zu entdecken. Genau bei eben diesen kleinen Bildern, etwa von Bihzad (15. - 16. Jahrhundert) kann man die gelungene Symbiose zwischen Verstand und Emotionen beobachten.

Es geht mir um dieses feine Gleichgewicht zwischen Form und Emotionalität.

Ich bin ein Maler, der zwar von einer Konzeption ausgeht, sich aber beim Arbeitsvorgang immer wieder in malerische Prozesse verwickeln lässt.

Die figürlichen Elemente in meinen Bildern sind in einen repetitiven Arbeitsprozess eingebracht. Es entstehen Bilder, die von einer klaren Form ausgehen, diese aber nicht unmittelbar zeigen. Die Schriftzüge und Begriffe, die teilweise auch in persischer Sprache auftauchen, können als Gegensätze zum malerischen Akt verstanden werden, genauso wie die geklebten Papierstücke und andere Farbflecken. (Masoud Sadedin)

 

 

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